Ide²n Case Study: Autoconsumo a Distanza

Standortübergreifender Eigenverbrauch in der Praxis

Die Profanter Natur-Backstube ist ein Produktionsbetrieb mit mehreren Produktions- und Verkaufsstandorten in Südtirol. Das Unternehmen setzt konsequent auf nachhaltige Produktion und betreibt dafür mehrere Photovoltaikanlagen.

Anfangs konnte jedoch nur ein Teil des erzeugten Stroms direkt im Betrieb genutzt werden. Ein erheblicher Anteil Eigenenergie blieb ungenutzt, gleichzeitig musste der Betrieb Strom aus dem öffentlichen Netz zukaufen.

 

Um die vorhandenen PV-Anlagen effizienter zu nutzen, ohne bestehende Betriebsabläufe zu stören, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen und gleichzeitig den Netzbezug zu reduzieren, entschied sich die Bäckerei für das Modell des standortübergreifenden Eigenverbrauchs (Autoconsumo a Distanza). Mit dem Modell lässt sich Strom aus einer oder mehreren Anlagen gezielt einem Verbraucher zuordnen und nutzen, auch wenn diese vom Verbrauchsort weiter entfernt sind.

 

Außerdem installierte ide²n ENERGY SYSTEMS & E-MOBILITY gemeinsam mit dem italienischen Energie- und Technologieunternehmen Pramac direkt beim Kunden ein Batteriespeichersystem mit einer Leistung von 264 kW und einer Speicherkapazität von 1.066 kWh. Das zertifizierte System ist in einem Container untergebracht – mit Sensorik, Brandschutz, Klimatisierung, intelligenten Steuerungsgeräten sowie Schnittstellen für das Remote-Monitoring.

 

Das System macht sämtliche Energieflüsse transparent und steuert sie zugleich. So konnte die Profanter Natur-Backstube ihren Eigenverbrauch um rund 30 % steigern und den Strombezug aus dem öffentlichen Netz deutlich reduzieren.

 

Zugleich erhält das Unternehmen durch dieses Modell Zugang zu staatlichen Fördergeldern. So ist ein wirtschaftlich und ökologisch nachhaltiges Energiesystem entstanden, das sich flexibel an künftige Anforderungen anpassen lässt.

Unsere Leistungen im Projekt

 

Ide²n verantwortete die technische Gesamtkonzeption, die Umsetzung und begleitete das Projekt von der Idee bis zur Inbetriebnahme:

  • Analyse der bestehenden Erzeugungs- und Verbrauchsstrukturen
  • Technische Planung des standortübergreifenden Eigenverbrauchsmodells
  • Systemintegration der Komponenten des Projektpartners Pramac
  • Umsetzung eines zentralen Energiemanagements zur Steuerung und Optimierung
  • Begleitung der Inbetriebnahme und Übergabe in den Regelbetrieb

 

Der Fokus lag dabei auf einer stabilen, skalierbaren Lösung, die sich flexibel an veränderte Rahmenbedingungen anpassen lässt.

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